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Baba Dunjas letzte Liebe
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Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Vögel rufen im Niemandsland so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt sogar ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest, die Gavrilovs im Garten Schach spielen und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Und an ihre Enkelin Laura. Doch dann kommen Fremde ins Dorf - und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Alina Bronsky lässt in ihrem neuen Roman eine untergegangene Welt wieder auferstehen. Komisch, klug und herzzerreißend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es nicht mehr geben soll - und einer außergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet. Auf kleinem Raum gelingt ihr eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte. Strahlende Idylle Die strahlende Idylle, in die uns Alina Bronsky in ?Baba Dunjas letzte Liebe? entführt, strahlt wirklich. Radioaktiv. Es ist das Dorf Tschernowo in der sogenannten Todeszone von Tschernobyl. Eigentlich ein verlassenes Dorf, denn niemand darf hier leben. Doch Baba Dunja lebt hier ? und das ziemlich fidel und in bester Stimmung. Was soll ihr, mit ihren über 90 Jahren, die Strahlung schon anhaben? Sterben wird sie so oder so. Und so kehrte Baba Dunja zurück in ihre Heimat aus der sie wie alle anderen 1986 weggegangen war. Zurück in ihr altes Haus. Geisterhähne und Tote, die mit im Dorf ?leben? ? für Baba Dunja normal Mit ihr leben noch ein paar Alte wie die Nachbarin Marja oder der über hundertjährige Sidorow im Dorf. Auch der krebskranke Petrow und das Ehepaar Gavrilow und, nicht zu vergessen, Hahn Konstantin, der Baba Dunja mit seinem Gekrähe um den Schlaf bringt. Nun spendet Konstantin als Suppenhuhn einer goldgelb-fetten Brühe Geschmack und Energie ? seinen Geist aber sieht Baba Dunja immer noch auf dem Zaun sitzen. Genauso wie den Geist ihres verstorbenen Gatten Jegor, mit dem sie ab und an einen Plausch hält. Ja, es gibt noch viel mehr Tote, die hier mit im Dorf ?leben?, sich zeigen ? und sie sind auch ziemlich neugierig ? Vom Leben in der Todeszone und Spinnen, die besondere Netze weben ? Baba Dunja lebt von den Hühnern und den Früchten und Gemüsen aus ihrem Garten, einem prächtigen Garten mit fruchtbarer Erde. Alles wächst bestens, auch die Insekten vermehren sich besonders gut, weil die Vögel nicht so widerstandsfähig gegen Strahlung sind wie die Katzen. Und die Spinnen, die vielen Spinnen, weben ihre Netze hier nicht so wie anderswo. Forscher interessieren sich dafür, und immer wieder kommen Wissenschaftler ins Dorf und schauen, wie es den Alten so geht, nehmen ihnen Blut ab und messen die Radioaktivität. Gastfreundlich, wie Baba Dunja ist, bot sie ihnen anfangs etwas an. Eingelegte Pilze oder Tomaten, die Pilzscheiben wanderten aber nicht in den Mund, sondern in ein Plastikglas, und die Tomaten fassten die Forscher mit Gummihandschuhen an. Nun bietet Baba Dunja ihnen nichts mehr an. Irina, so heißt Baba Dunjas Tochter. Sie schickt regelmäßig ein Paket für ihre Mutter, voll mit Medizin, Räucherwürsten und Konserven und allerhand Nützlichem wie Wäsche, Zahnbürsten oder Streichhölzern. Laura, ihre Enkeltochter, hat Baba Dunja noch nie gesehen. Irina und Laura leben in Deutschland, Irina hat als Chirurgin Karriere gemacht. Auch Baba Dunja kennt sich aus mit Medizin, sie war medizinische Hilfsschwester. ?Ich bin ein Mann. Du bist eine Frau. Lass uns heiraten, Dunja.? Die Welt, von der Bronsky hier so bildgewaltig erzählt, verzaubert. Vor allem Hauptfigur Baba Dunja, der der über hundertjährige Sidorow aus heiterem Himmel einen Heiratsantrag macht mit den lapidaren Worten: ?Du bist eine Frau. Ich bin ein Mann. Lass uns heiraten, Dunja.? Baba Dunja verschlägt es erstmal die Sprache, doch dann spricht sie ein klares ?Nein?. ?Ich kann mir genau vorstellen, was ihn auf Hochzeitsgedanken bringt. Er ist ein Mann und wäscht seine Sachen, wenn sie vor Schmutz steif sind, in einer Schüssel mit Haushaltsseife, um sie dann unausgespült im Garten zum Trocknen

Anbieter: buecher.de
Stand: 06.09.2019
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